« Jenseits des alleinigem Ästhetizismus, das Wahre » 

 

                                                                        Die natürlichen Dinge existieren wirklich kaum, die Realitât befindet sich nur in den Träumen. »

                                                                                                                        Baudelaire

 

Michel LEVY funktioniert nach dem Dualitätsprinzip, und fûr diesen Künstler, der für sich eine asiatische Spiritualität beansprucht, existiert eine Sache nur wirklich über die Vermittlung ihres Gegenteils. In dieser Weise bringen sich das Gute und das Böse gegenseitig hervor, Schwarz und Weiß beinhalten sich gegenseitig, und was man sieht, ist nicht zwangsläufig die Wahrheit.

 

So erklärt sich, das der Bildhauer die Wahl getroffen hat, über die einfache Erscheinung des betrachteten Objekts hinauszugehen und in seinen Skulpturen das Unbewusste, das wir zu oft in den tiefsten Grund von uns verbannen, zu übersetzen zu versuchen.

 

So hat er in seiner Arbeit an den Zwergen diese gehäutet darstellen wollen. Wie er selbst sagt: „die Haut ist das größte Organ, eine Art Puffer zwischen der äußeren und der inneren Welt. Indem ich diese Haut in meinen Skulpturen nicht darstelle, in symbolischer Weise, erlaubt dies mir das Innere des Geschöpfes zu sehen, in einer Art Enthäutung des alten Menschen.

 

Eine Art unter anderen eine Bestandsaufnahme zu machen und zu versuchen mit dem zu leben, was man hat, und nicht mit dem, was man gern hätte. Einige von meinen Figuren sind verkrüppelt, aber sie existieren. Trotz der Hindernisse.“

 

Diese Dualität finden wir noch in anderen Werken von Levy. So bei Eva und Circé die zwei Pole der Frau, die Lichtseite und die Schattenseite.

 

Und das Ziel dieses Künstlers, der die richtigen Fragen zu stellen weiss? Die Gegensätze vereinen, die fundamentale Einheit wiederfinden, die es erlaubt zum Zentrum der Dinge zu gelangen, zum Ausgangspunkt aller Möglichkeiten, allen Werdens.

 

Alle diese Skulpturen, alle diese gehäuteten Zwerge, sind in Wirklichkeit innere Portraits, die uns auf der höchsten Bewusstseinsstufe berühren und uns in eine spirituelle Welt Einlass verschaffen, auf der Suche nach einem Wunsch der Weiterentwicklung. So spricht zum Beispiel die Schöne Schlafenende, die auf einem Sockel ruht, dessen Unterbau von Zwergen bewohnt ist, den Traum und das Unbewusste des menschlichen Wesens an, die wahre Grundlage der Idee des Künstlers.

 

In einigen anderen Skulpturen von Michel Lévy liefern die Sockel den Betrachtern Schlüssel und erlauben, den künstlerischen Schaffensprozess eher zu suggerieren als ihn zu erklären.

 

In gewisser Weise kann man sagen, dass Michel Lévy sich der großen Tradition anschließt, und insbesondere dem Werk von Benvenuto Cellini, in dem die Sockel von großer Bedeutung waren.

 

Die Skulpturen von Lévy sind wie Götzenbilder, wie Götter einer übersprudelnden Welt, wo man den Ästhetizismus vergisst um nichts als die Wahrheit auszudrücken, die weder vollkommen schön noch vollkommen hässlich ist: sie ist

 

Diese Wahrheit drückt er auf verblüffende Art aus, indem er Schranken beseitigt und uns zwingt uns der Wirklichkeit unserer Persönlichkeit bewusst zu werden, die durch ein Leben, in dem die Parameter zumindest schwankend sind, hin- und hergerissen wird.

 

Michel Lévy hat die Macht dazu Geschichten zu erzählen, die in Bronze inkarniert sind, eine Art unter anderen Parabeln zu schaffen und zu vermitteln, die manche für prophetisch halten. Hören wir ihm also zu – indem wir ihn ansehen…

 

                                                       Patrice de la Perrière

                                                            Univers des arts

 

 

Artikel erschienen in « Univers des Arts  –  April 2006

Michel Lévy

Die Wirklichkeit des Unsichtbaren

Von Françoise de Céligny

Mit schonungslosem, scharfsinnigen Blick für den Schein der Dinge betrachtet Michel Lévy die Komplexität der Welt. Er findet zu einer ihm eigenen Vision; in einer Geste voll Unerbittlichkeit und dennoch voll Eleganz gestaltet er sowohl menschliche Risse als auch menschliche Harmonie. Gespalten, leidenschaftlich, dauernd zwischen Licht und Schatten schwankend treibt er seine Kunst vorwärts voll bewusst des schwierigen Unterfangens, den unsichtbaren Gehalt der Dinge unter der spröden Oberfläche der Wirklichkeit sichtbar zu machen. Seine Bronzefiguren drücken eine großartige Widersprüchlichkeit aus ganz in Übereinstimmung mit der Mehrdeutigkeit der Natur.

 

Von seiner ersten Neigung zur Medizin hat Michel Levy den Sinn für Beobachtung und Körperanalyse bewahrt, was seine methodische Erforschung der pulsierenden Wirklichkeit verstärkt. Sein Auge arbeitet wie ein Skalpell, er schneidet die Charakterzüge des Schmerzes, des Verlangens, des Vergnügens und der ganzen Palette menschlicher Emotionen aus mit der Präzision eines Chirurgen der Seele. Seine gequälten Statuen zeugen von der Tragödie des Menschen in dieser Welt, ohne jedoch die Spur einer unauslöschlichen Hoffnung aus den Augen zu verlieren. Der Aufbau seiner Werke lässt einfühlsames Aufbrausen erahnen, einfühlsam, intensiv, zwischen Traum und instinkthaften Trieben schwankend, wobei wie durch ein heiliges Feuer der Zauber der Inspiration hochsprudelt, bisweilen als ursprüngliches Magma, bisweilen ziseliert wie kostbarer Zierrat. Seine Bronzefiguren strahlen handwerkliches Geschick, Sensibilität und ein faszinierendes ästhetisches Gefühl aus. Seine nackten Personen (nackt sowohl in der Konsistenz des Materials als auch ein einem expressiven, konzessionslosen Wollen) übersetzen die Entschlossenheit, in Osmose mit den lebenden Kräften einer authentischen Kreativität zu arbeiten

 

Im Verlauf seines künstlerischen Werdegangs entwickelt Michel Lévy eine atypische Spiritualität, weit abgehoben von Glaubenskonflikten, in Übereinstimmung mit seinen inneren Überzeugungen. Eine  animistische Wahrnehmung der treibenden Kräfte der Natur ist es, welche die Geschöpfe formen, die seine Werke und Gedanken bevölkern. Verkrüppelte Zwerge, eingebildete Vögel, Jungfrauen und andere Kreaturen, welche seine persönliche Mythologie bilden, beschwören die vielfältige Metamorphose des Unbewussten in ihrer Fähigkeit, die unwahrscheinlichsten Ausdrucksformen anzunehmen. Michel Lévys Odyssee als Bildhauer zieht uns in das Labyrinth seines Abenteuers, wobei es ihm gelingt, sich auf die passende Höhe der Seele zu erheben, entsprechend der « altitude de l’âme », einem Lieblingsausdruck von Saint Exupéry.


It is not accidentally if the gigantic bronze disk which welcomes here the visitor carries the name of « Duality ». This only word summarizes the temperament of one of the most talented sculptors of his generation, torn between classical author and baroque, sex and soul, life and death, grotesque and sublime, good and evil or balance and fall. It is exactly this tearing which fascinates us. His deformed dwarfs, tiny or enormous, thick-backed as mastiffs, with precarious stability, always inspired me a warm and brotherly feeling in their desire of ascent: they are going to fall but they stand. The artist fully finds serenity and balance only in his Jewish mystic as in this magnificent and majestic tabernacle (The Song of Songs) or this seven twigs Candlestick becoming acutely integrated into the Star of David by a series of bronze links which symbolizes all the people’s solidarity.   Marc HERISSE

Unter Saint-Méry und Blandy-Les-Tours in der Mitte Wälder, Begegnung ein modern Bildhauer und ein restaurierten Kapelle.

Dass Notre-Dame von Roiblay, das im Inneren die Kapelle Wälder gekuschelt ist, 1803, nach den Plünderungen des Übereinkommens wieder aufgebaut gewesen ist (so eine Kapelle des XII. ersetzend), ein eigentlich gewöhnliches Ereignis für die Epoche ist.

 Dass man eines Tages entscheidet, den das Gezeichnete des Weges großer Tour GR1 von da Ablösung eines etwas bemerkenswerteren Zusammentreffens verbringt.  Aber was am diesem Ende XX., bekannt, um ein Materialist niedrig zu sein, beschließt der Gemeinderat von Saint-Méry, der von ihrem Bürgermeister Frau Glikson geführt ist, diese Kapelle zu restaurieren, eben ein Ereignis verdient,  dass man dort aufhört. Um so mehr wenn die Überholung mit einer Bestellung einhergeht, die mit der reinsten mittelalterlichen Tradition wieder Verbindung aufzunehmen scheint: eine Statue der Jungfrau dem Kind, das teilweise von Esso-Rep finanziert ist, der so den Gang der Brüderschaften von Bürger oder von anderen Berufskorporationen, Mäzenen von einst zurücknimmt.

Ein außergewöhnliches Ereignis also sowohl von seiner Seltenheit, als auch von ihrer Qualität, weil, was, man sich mit einer nebensächlichen Kopie von Jungfrau hätte begnügen können wie den XIX. es hat liefern können. Und wirklich nicht! Man hat nicht gezögert, an einen modernen Künstler, Michel Lévy zu appellieren. Man erinnert sich noch mit Emotion(Aufregung) der Ausstellung dieses Bildhauers, die in Melun, im Raum Johannistag während des Winters 1993-1994 realisiert ist; die Qualität des Werkes und hatte seine Vorlage den großen der Gegend kulturellen Moment daraus gemacht. Wenn die Werkstatt von Michel Lévy für Blandy-les-Tours in der Nähe der Kapelle von Roiblay war, konnte er so völlig mit dem Geist der Gegend getränkt werden.

Ein Ort, der das Nachdenken unterstützt, ein talentierter Bildhauer, in den geistigen Besorgnissen, also den idealen Bedingungen für ein Meisterwerk und Frau Glikson hat nicht ihre Auswahl bedauert, wenn ihm Michel Lévy das Modell der Jungfrau schnell vorgeschlagen hat.  Heute können wir von uns selbst vor der Bildhauerei im Platz urteilen. Die Auswahl des Themas zuerst: eine Jungfrau stillend, eher original, vor allem in der Skulptur (in der Malerei findet man daher schon ein Bild im Zweites Jahrhundert. Auf den Wänden der Katakomben von Priscille in Rom wird das Thema in den byzantinischen Ikonen häufiger; aber in der Skulptur datieren einige Darstellungen im Wesentlichen Das Fünfzehntel Jahrhundert und das vierzehnte Jahrhundert… Lassen wir die Kunstgeschichte da und kehren wir unserer Jungfrau de Roiblay zurück).

Welche schönere Idee das diese Auswahl einer Pflegemutter in der Mitte Wälder! Es ist der ganze Kraftmensch, eine Stofflichkeit, die man in der Konzeption selbst der Gründung  Des Mantels der Jungfrau wiederfindet, der aus dem Land emporzuschießen und mit ihr zu verschwimmen scheint. Man hat das Gefühl, die Finger des Bildhauers bearbeitend dieses Erde mit Derbheit und Energie zu sehen, ein Gefühl, das von der bemerkenswerten Qualität von Schmelze von Bronze unberührt zurückgelassen ist aber ebenfalls von der Arbeit läuft Schlittschuh, wer diese Wirkung bewundernswert betont.

Der aus dem Erde, herausgenommene Mantel verfeinert sich, je nachdem wie das Auge des Zuschauers hinaufgeht. Der Bildhauer beginnt den Stoff zu beherrschen, der das Werkzeug eingreifen lässt. Ein immer feineres Werkzeug, für eine immer genauere Politur, die erlaubt, völlig ihre Rolle im höheren Teil vom Werk, der Rolle ô wie symbolisch in diesem Aufstieg zur Spiritualität zu spielen, um in der Vollendung der Falten des Schleiers anzukommen!

Und dann gibt es ein Kind, in ihrer Nacktheit zerbrechlich, ganz besetzt, mit so vieler Gier und Natur zu saugen, wie sinken seine Nase und seine Faust in den Mutterleib ein. Wie, an den Christus zu denken, wenn man dieses rührende Bild sieht?  Und dennoch! Sehen Sie die allgemeine Bewegung der Jungfrau und Diese Krümmung der Hüfte, der nach links durch ein Auffliegen des Bordes des Mantels und durch eine Hand ausgeglichen ist, die das alles ausgleicht. Ein Ovales ist so, Dieser ovale Ruhm in Form der Mandel  geschaffen, das gewöhnlich den in der ikonographischen Tradition triumphierenden Christus umgibt.

Nun hier bringt alles auf den Christus zurück und scheint es zu schützen: das Gerundete, wenn Natur des Armes der Jungfrau, der Schleier, der über dem Kopf des Kindes, dem Blick der Mutter wegfliegt, sicher gerührt ist aber der Kopfhaltung, die mit dem Adel, mit der Ausgeglichenheit, mit der Verehrung voll ist. Dieser Adel, diese Aufmerksamkeit dauern in der Krümmung des geraden Armes und der Hand, die so symbolisch lang ist, an und die in einer letzten Bewegung von Eleganz noch das Kind der äußerlichen Leute schützt und spreizt das Aufdringliche.  Weil jenseits der  Gleichgewichtsübung, jenseits der religiösen Vorstellung, man eine tiefe Nachdenken erreicht. Man sieht ihn bei Michel Lévy, Unebenheit und Politur, Schatten und Licht, Ruhe und Bewegung, die körperlich und geistig ist, ist alles Dualität wie im Rest seines Werkes übrigens. Und alles ist mit einer solcher Natur gedacht!

Aber ich habe alles Ihnen nicht beschrieben: habe ich mit Ihnen über diese Brust gesprochen, die unter Gewebe des Kleides, dieser Haare bebt, die… Nein werde ich es nicht mehr sagen. Ich lasse Ihnen die Freude zurück, das Werk zu Für Sie entdecken.

Ich wünsche Ihnen, dieselbe Aufregung zu haben, wie ich. Diese Aufregung, die in der Kehle nimmt und hindert, ein Wort zu sagen. Diese Aufregung, die uns vergrößert, die es so schwer ist zu erklären und wovon man riecht, wie eben ein privilegierter Moment, niemals wiederholt sein wird, weil es sich um ein Kunstwerk, das einzigartig ist, handelt!

Eine Aufregung, die möglich gemacht ist, weil ein Künstler dort seine ganze Kompetenz, seine Erfahrung, seine Kenntnis, sein Imaginäre und seine Empfindlichkeit gelegt hat. Alles dieses Talent, das ein in unersetzlichem Kunstwerk behandeltes Thema verwandelt!

Danke für Michel Lévy, uns, im Geschlecht von Bernin, Carpeaux und anderen Rodin zu beweisen, den es noch möglich ist, der Schönheit zu schaffen.

Annette GELINET

Oktober-November 1995

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L’œuvre et la Légende

…Après des études de médecine, Michel LEVY qui connaît bien l’anatomie, décide de se consacrer à la sculpture pour mettre à nu, en même temps que le corps, l’âme humaine. Il construit tout un monde onirique, où se côtoient des femmes au corps de déesse et des nains handicapés. Mais par-delà la simple déchirure entre la beauté et la laideur, le bien et le mal, toute une série de symboles religieux ou mythiques viennent se nouer, donnant à son œuvre une profondeur et une richesse inégalables. L’œuvre de Michel LEVY nous invite à la découverte d’un monde sacré qui s’inspire, à travers sa série de « vanités », des préceptes énoncés par l’Ecclésiaste. « Vanité des vanités, dit l’Ecclésiaste, vanité des vanités, et tout est vanité. Que retire de plus l’homme de tout le travail dans lequel il se consume sous le soleil ? Une génération passe, une génération vient mais la Terre reste toujours la même ». Peu importent la richesse et le pouvoir, la beauté narcissique qu’une femme porte à son corps. Une fois que la mort advient, que reste-t-il de tous ces êtres ? Que reste-t-il à Job quand tout son monde s’écroule autour de lui ? Que reste-t-il à l’Homme quand celui-ci n’a plus pour tout ami que cette terre qui le ramène à sa douloureuse et périssable condition ? Seule l’idée de l’œuvre à accomplir domine la vie de l’artiste. Car lorsque l’homme n’est plus, seule l’œuvre d’art subsiste comme le plus beau témoignage d’une vie vécue. « Moi ! Moi ! qui me suis dit mage ou Ange, dispensé de toute morale, je suis rendu au sol, avec un devoir à chercher, et la réalité rugueuse à étreindre ! » s’exclamait Rimbaud. C’est précisément cette réalité qu’il incombe à l’artiste de saisir et de métamorphoser. Tout le travail de LEVY repose sur une magie sacrée, les différents stades de la naissance d’une sculpture évoquent de façon allégorique la création du monde. La terre, l’eau, le feu et l’air sont les quatre éléments essentiels au travail du sculpteur, par lesquels il parvient à donner vie à ces êtres enlisés dans le socle de leur vanité de la beauté. Boue, lichen, racines végétales qui viennent s’enrouler sur une colonne et se confondre avec la chevelure d’une déesse au corps éblouissant. Nains monstrueux perchés sur des échasses tentant vainement de rejoindre un monde de lumière dont ils ont été bannis. L’œuvre de LEVY oscille entre la matière sordide et la beauté intelligible, sachant que la laideur ultime peut trouver grâce aux yeux de son créateur et que la femme perverse peut elle-aussi descendre de son piédestal. Rien n’est jamais acquis à l’homme, tout en perpétuel devenir. Les sculptures de Michel LEVY nous racontent l’histoire d’une quête. Si l’on a souvent parlé de dualité à propos de son œuvre, c’est sans doute parce que Michel LEVY est parti à la recherche de l’unité originelle, tentant précisément de concilier les différents aspects de la nature humaine. Chère et tendre dualité de l’être humain, déchirure singulière qui pousse l’être vers ses origines primitives ! L’Ange de LEVY est tombé sur le sol, meurtri par les évanescences de la pollution dont un nain tente de se protéger avec un masque à gaz. Il est déchu. C’est pourtant ici-bas que LEVY crée sa merveilleuse Maternité. Ô sublime et fragile humanité !… Anne-Julie BEMONT Univers des Arts

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par M. Jacques Barthelemy, préfet de Seine et Marne à M. Michel Lévy, sculpteur

Cher Ami, Chère Madame, Monsieur le Maire, Mesdames, Messieurs, Chers Amis, Vous connaissez tous Michel LEVY, vous connaissez sa passion pour son Algérie natale et sa passion pour la sculpture, qui le faisait, dès l’âge de 5 ans, travailler des morceaux de savon, mais aussi celle de la médecine, qui au même âge, le conduisait à disséquer de petits animaux. Installé très jeune, dès 20 ans, dans un premier atelier aux Halles de Paris, il apprend à vivre de son art et se forme dans les fonderies où il découvre les différentes techniques qui mènent de l’original au bronze et à sa patine. Après avoir passé son bac en candidat salarié, il devient « Art-thérapeute » en gérontologie, puis il se décidera définitivement pour sa vocation, la sculpture, et fournira depuis lors une œuvre originale dont nous voyons ce soir, quelques magnifiques échantillons. La première expression de ses œuvres, surtout en sa première période, est esthétique. Ses œuvres sont, comme ses femmes, lisses et belles. Puis on commence à y constater des rugosités, mais aussi des fluidités, qui marquent le thème de la dualité, en permanence récurrent dans son travail : la Beauté et la Mort, le Bien et le Mal, le Ciel et la Terre. Enfin, une autre voie s’imposera rapidement à lui, l’anti-esthétique ou les difficultés de la condition humaine. Sur sa route créative, il façonne des nains, ils sont petits –car pour lui l’homme a perdu sa dimension charismatique- ils ont perdu leur peau, car sans cette peau qui leur sert de masque, ils laissent apparaître leur douleur profonde. Depuis 7 ans, il consacre son expression artistique à une réflexion sur la relation entre l’homme et l’animal. Une relation de compensation à l’égard des animaux, mais aussi une relation de consommation que le poulet prêt à emballer qu’il présente incarne comme masse protéinique dans tous les pays. En choisissant ce poulet, il a voulu montrer que même déplumé, celui-ci gardait la dignité inhérente à l’animal, par opposition, dans bien des cas, à l’homme nain qui l’a perdue, englué dans ses compromissions. La seconde expression de ses œuvres est qu’elles sont une « cosa mentale » (chose mentale), selon l’expression de Léonard de Vinci. L’œuvre d’art a en effet une nature double. C’est d’une part, une chose, une matière, mais c’est aussi le produit d’un travail de l’imaginaire, qui révèle les différentes strates de la conscience et de l’inconscient. La partie matérielle, c’est ce que l’on appelle « la tecné » en grec, ce qui signifiait, à l’époque, aussi bien art que technique. L’immatériel, c’est le lien entre l’idée de l’art et la pensée de l’immortalité, si chère au cœur des anciens égyptiens. L’œuvre d’art, c’est un dialogue permanent entre le fond et la forme. Tout sculpteur est un prométhéen Dédale ; Dédale, ce héros grec, qui avait l’intelligence pratique qui lui faisait fabriquer des statues qui marchent, tout autant que donner des ailes à un homme. En remettant l’homme au cœur de ses œuvres, Michel LEVY est en cela un « sculpteur des lumières ». Au 18ème siècle, en effet, l’idée de la sculpture, c’est l’utopie, ce qui la différencie de la sculpture du 17ème siècle, qui était essentiellement destinée à représenter la force et la magnificence du pouvoir, que l’on trouve dans l’art baroque du Bernin à Rome, ou les marbres de Pierre Puget à Paris. C’était au 13ème siècle, que l’humanisme était réapparu dans la sculpture avec des productions de style antiquisant soulignant le corps (influence byzantine), puis au 14ème siècle, sous l’influence de l’art royal, soulignant l’élégance des formes, comme la « Vierge à l’enfant » du Louvre représentant Jeanne d’Evreux, Reine de France. C’était l’époque des corporations, des bâtisseurs de cathédrales. Puis vint, à la renaissance italienne, l’humanisme des maîtres italiens de la perspective, de Brunelleschi, architecte, et sculpteur avec Ghiberti des portes du baptistère de Florence, et chez les peintres, de Giotto, Masaccio, Fra Angelico, Paolo Uccello et naturellement Léonard de Vinci qui replacent l’homme au centre du tableau, donc de l’univers pluridimensionnel. De même, la représentation réaliste du corps humain à travers les œuvres de Donatello et de Michel Ange ne visait pas à réinventer le réel, mais à reconstruire une vision de l’antiquité en la modernisant, en prouvant ainsi que l’Art peut changer le monde. L’humanisme d’Erasme, de Guillaume Budé, de Thomas More, est inscrit dans les œuvres de Michel Ange, de Benvenuto Cellini, de Jean Goujon, de Germain Pilon… Michel LEVY cultive aussi l’ambivalence entre le symbolisme et l’expressionnisme. Si sa sculpture est figurative, elle s’inscrit, de ce fait, dans la grande tradition qui va de Donatello ou Brunelleschi au 15ème siècle, jusqu’à Rodin à la fin du 19ème, notamment par l’usage du socle, qui est un trait d’union entre l’œuvre et son environnement. Le socle sert souvent à exprimer des idées. Comme la réflexion artistique de Michel LEVY le pousse plus vers la lecture mystique ou symbolique du monde que vers la seule représentation physique, certaines de ses sculptures s’inspirent, à mon avis, de « La porte de l’enfer » de Rodin au début du siècle. Ce chef-d’œuvre, inachevé, mêle, dans une profusion presque végétale, des morceaux remarquables comme les trois ombres au dessus de la porte qui sont, en fait trois points de vue d’une même sculpture d’Adam chassé du Paradis, ou « le penseur » qui domine le linteau et qui figure à la fois Dante et Rodin. Initialement imaginée sur le modèle antithétique de la « Porte du Paradis », sculptée par Ghiberti pour le baptistère de Florence, « La porte de l’enfer », qui a marqué une rupture profonde dans l’histoire de la sculpture, est le symbole de la libre expression. La « dualité » -qui confronte la Vie et la Mort- est l’œuvre de Michel LEVY qui s’apparente le plus à celle de Rodin. Comme l’art est le propre de l’homme, la troisième expression des œuvres de Michel LEVY est d’être un langage spirituel particulier. Chaque artiste, en la matière, s’efforce de désapprendre autant que d’apprendre de ses maîtres ; c’est Paul Gauguin qui, chez les peintres, sera l’un des premiers à se lancer dans une quête ardente de « l’ailleurs et de l’autre ». Michel LEVY ne fait pas différemment sa quête de « l’ailleurs » : voyez toutes ses œuvres inspirées par l’Ancien Testament, le Cantique des Cantiques ou ses réflexions sur le « grand architecte de l’Univers » qu’incarnait le Roi Salomon : mais c’est aussi la quête « de l’autre », de l’autre dans son humanité meurtrie et émouvante qui se dégage avec peine des contraintes matérielles, des fonds sous-marins, de la terre nourricière, dans ses nains empotés mais au regard vif qui nous forcent à réfléchir sur notre pauvre humanité. Dans certaines de ses œuvres, le symbolisme de Michel LEVY, souvent associé à la Bible ou à la psychanalyse, se traduit par des éléments naturels, des fleurs, des algues, des morceaux de roche, qui soutiennent une forme féminine anthropomorphique au sommet d’une colonne ou d’un totem, symbole de l’antagonisme entre le vice et la vertu, comme dans les œuvres du peintre britannique William Blake, à la fin du 18ème siècle. Il cherche, souvent, pour reprendre une expression de Jean Moréas, « à vêtir l’idée d’une forme sensible ». Son imaginaire n’est pas mathématique, comme dans les œuvres de la renaissance italienne de Fra Angelico ou de Uccello. Son religieux n’est pas non plus rationnel, comme chez les Florentins du 15ème siècle. Sa représentation de l’homme n’est pas faite, comme chez les artistes italiens et français de la Renaissance, pour valoriser le primat de la forme et de la perfection, mais au contraire pour relier l’idéal à la triste condition humaine. C’est pour cela que dans l’œuvre de Michel LEVY, on trouve aussi le retour du langage, qui coïncide au 20ème siècle avec l’apogée des sciences humaines. Les mots sont, soit inscrits sur l’œuvre comme dans le « Cantique des Cantiques », soit sur son socle, soit suggérés comme dans la « Vanité de la Justice ». Les formes se donnent à voir, mais aussi parfois à lire. Les formules bibliques ou kabbalistique inscrites sur certaines des œuvres de Michel LEVY participent de tout ce langage spirituel. L’œuvre parle non seulement au sens esthétique de celui qui l’admire, mais lui parle tout court, l’interroge ou le surprend, comme ces poulets qui portent sur leur dos toute la connaissance du Monde. Si cette connaissance du Monde est bien difficile à appréhender par les hommes, nains de l’esprit, c’est parce que l’œuvre du Grand Créateur est indéchiffrable pour l’Humanité créée. Ce n’est donc que par la transmutation spirituelle par le biais de l’œuvre que l’homme peut tenter d’accéder à la compréhension de l’Univers du Créateur, quelle que soit l’idée que l’on se fait de ce Créateur ou de sa force spirituelle. C’est par le truchement de l’œuvre d’art que Michel LEVY nous rappelle cette évidence, comme le Gréco nous le faisait comprendre par ses tableaux torturés, à l’époque des transes mystiques de Sainte-Thérése d’Avila. L’œuvre naît de la main de l’homme représentant l’idée que cet homme se fait de la place de l’humanité dans l’Univers. C’est en cela que les recherches spirituelles et sculpturales de Michel LEVY sont à la fois si importantes et si déroutantes, parce qu’elles nous renvoient à l’Essentiel, rappelant ainsi ces vers de Michel Ange : « Si mon rude marteau tire du dur rocher telle ou telle forme humaine, c’est du ministre qui le tient en mains et le guide et l’accompagne qu’il reçoit son élan ; mais c’est autrui qui le mène. Celui-là du ciel, c’est par sa vertu propre qu’il embellit le Monde ». En vous remettant cette croix de Chevalier des Arts et Lettres, je voudrais, Cher Michel LEVY, vous féliciter pour l’œuvre magnifique que vous avez réalisée depuis maintenant près de 30 ans et dont la ville de Melun compte 2 représentations exemplaires « Héloïse et Abélard » devant la Médiathèque, mais plus généralement vous remercier pour l’originalité et l’humanité qui jaillissent de votre œuvre. Cette distinction est trop modeste pour récompenser vos mérites, elle sera, j’en suis sûr, suivie par d’autres, aux couleurs encore plus chatoyantes. Je voudrais aussi amicalement associer à l’honneur que le Ministre de la Culture vous fait, votre famille, votre épouse et vos deux charmants enfants conçus dans la « dualité » au moment même où vous mettiez au point les deux statues d’Héloïse et Abélard ; là aussi quel symbole que cette coïncidence dans le temps de l’œuvre créatrice ! Mais cette médaille est aussi duale ; c’est l’ordre des Arts et des Lettres ; les Arts comprennent évidemment la sculpture, les Lettres renvoient à l’idée même de culture. Cette distinction rappelle le fait qu’un artiste est nécessairement un homme de culture qui puise ses racines dans le passé, qui les traduit par son œuvre présente, qui elle-même renvoie le spectateur à une réflexion sur le futur, sur la place de l’être dans l’Univers. C’est ce qui fait le mystère de l’œuvre artistique. Enfin, Cher Michel LEVY, que cette distinction si méritée vous soit remise par mes soins m’honore également, car j’ai appris à connaître l’homme discret, chaleureux, réfléchi, que vous êtes, tout autant que de l’artiste reconnu internationalement et d’une virtuosité sans pareil. Vous croyez dans le progrès de l’Humanité, votre œuvre l’exprime clairement, vous croyez dans cette nécessité permanente de l’élévation de l’esprit humain pour l’arracher à la gangue de sa pesante humanité. Vous croyez aux vertus de l’échange, de la solidarité et de l’amitié, et nombreux sont, ce soir, vos amis qui vous accompagnent pour ce vernissage et pour cette cérémonie. Ainsi, j’aurai rencontré, pendant mon séjour seine et marnais, un homme de culture, de conviction qui bout d’un feu intérieur que ses ciseaux maîtrisent, qui transforme l’argile en bronze comme la pierre philosophale transformait le plomb en or, et qui fait d’un vulgaire matériau un grand-œuvre. Un artiste comme vous ressemble à un alchimiste, qui, avec des débris d’Humanité conçoit un poème de métal qui illustre la capacité humaine à passer de la glaise à la lumière. Pour tout votre talent, permettez-moi, Cher Ami, au nom du Ministre de la Culture et de la Communication, de vous faire Chevalier des Arts et Lettres.

Melun, samedi 25 mars 2006

chouraqui all

Vorwort für das Werk von MICHEL LEVY

Von ANDRÉ CHOURAQUI

Das Glänzen der Bibel ist universal. In jeder ihrer Seiten beschreibt sie den Mann ganz, ihre Lichter und ihre Schatten, ihre Liebe und ihre Hasse, ihre Tugenden und ihre Laster, ihre Verzweiflung und ihre unbesiegbare Hoffnung. Ich höre nicht auf, über dieses Glänzen nachzudenken, das Werk von Michel Lévy entdeckend, das, in jeder ihrer Seiten, die Suche nach einem Mann, seinem Autor zeigt.

Kind stürzt er sich in die Entdeckung von Paris. Eben da entdeckt er die völlige Welt und, noch spezieller, den Menschen, von dem er in der Suche ist. Er gibt manchmal die Kurse des Gymnasiums auf, um sich im Louvre und in anderen Museen zu flüchten wo er mit klassischer Bildhauerei antiken Griechenlandes mit dem Ägypten und mit Asien getränkt wurde.

In sechsundzwanzig Jahren setzt fort er seine in Studien von Medizin gefesselte Suche, die er unternimmt, während er ein bekannter Bildhauer schon ist. Er setzt fort seine Studien, einen Dienst von Therapie von den Künsten schaffend, in der Gerontologie.

Die Entwicklungen seiner doppelten Karriere von Bildhauer und von Arzt verpflichten ihn, unter der Medizin und die Skulptur zu wählen. Die Auswahl von Michel Lévy, die Skulptur, ist am Anfang eines Werkes unter den bezeichnenderweise dieses zwanzigsten Jahrhunderts: sie liegt in der Einschließung der Menschheit zwischen zwei Abgründen, demjenigen unaussprechlich Liebe und derjenige der Nacht und ihrer Entsetzen.

Michel ist Umstandes, mit dem Feuer und Erz wie seine Vorfahren der Feder und das Pergament umzugehen, um die Schaffung zu feiern. Seine Kunst verwirklicht das Licht und den Schatten, die Bewegung und die Unbeweglichkeit, um im Raum ihre neue von seiner Kunst und von seiner Seele abstammende Schaffung festzulegen. „Es gibt nur eine einzige Schönheit, diejenige der Wahrheit, die sich erweist“ Rodin unterrichtete. Michel benutzt das Feuer und das Erz, um Leben der Realität zu geben, die ihn bewohnt. Seine verliebten Finger folgen in seinem Blick, und modellieren Lichtes und des Schattens die Formen, die ihn umgehen. Keusch und ruhig scheinen sie aus einem Traum aufzutauchen, um einen Mythe zu illustrieren. Die Wahrheit ihrer Personen erfüllt uns vom Einklang der Körper. Sie tauchen aus einem Licht auf, dessen Frucht sie sind.

In der Verbannung von so vielen Verbannungen konnte er sich in Übereinstimmung mit seinem Jahrhundert noch mit den Weisen der modernen Kunst fühlen. Zu lebhaft, konkret in seiner Wahrheitsforschung dreht er den Rücken in der Abstraktion, der verdammt ist, sein dauerndes Leben, eine neue bildliche Darstellung wieder aufzubauen, die durch alle Entdeckungen von Formen und von Stoffen seines Jahrhunderts angereichert ist.  Außer der Beziehung erhält er mit dem Feuer und der Bronze aufrecht, die Hände von Michel folgen in vom Aristoteles früh gegebener Ordnung: sie folgen in der Herrschaft seine Blick und denken. Was sie getan hatten, sind vor jeder Theologie und jeder Metaphysik.

Auch dem Traum oder dem Mythe vorhergehend, singen sie die seltsame Zauberei einer reinen Schaffung. Michel Lévy schöpft sein Begabung in dem tiefsten seiner Wurzeln, die den Weisen und den Epochen vorhergehend sind: die Charta seiner Allianz ritzt er sie seiner Finger in Bronze, in den fabelhaften hebräischen Zeichen: das ist der Text von Shir ha Shirim, den Gesang der Gesänge. Der Mann und die Frau, die in ihrer Nacktheit fabelhaft ist, singen ihre Union.  Diese verbraucht sich, als die beiden Fensterläden des Triptychons auf dem zentralen Schild umgeschlagen sind. In seinem Zentrum verbrenne das Geheimnis der Liebe. Dieses Meisterwerk feiert die Rückkehr von Michel bei seinen Wurzeln, die, in ihrer zentralen Kiste, brennen und sich nicht verzehren.

„Die Dualität“ diese vielfarbige Bronze in den vielfältigen Symbolen, wie alle Statuen, die aus dem Genie von Michel Lévy, dem Kantor der Wirklichkeit herausgenommen sind, lässt uns sich des wesentlichen Dramas des Menschen bewusst werden. Dieser, wenn er überleben will, soll die Auswahl des Lebens angesichts des Todes, des Friedens angesichts des Krieges, der Liebe, nicht des Todes machen. Dann werden seine Engel in den zerbrochenen Flügeln, seine  Leute in den gelähmten Armen, in den amputierten Händen den Überfluss von ihren Lichtern und von ihrem Leben wiederfinden.

Vermittler tritt der Osten ein, wo die Wurzeln seiner Kunst und ihrer Kultur und des Westens tauchen, das Talent von Michel Lévy strahlt jenseits jeden Ästhetizismus, in der Schaffung von einem jenseits der Symbolik und des Expressionismus. Seine Nachricht ist an uns in ihrem Werk klar weitergegeben: diese hat für Berufung, wie jedes wahre Gedicht dazu beizutragen, das Licht der Dunkelheit, des Gutes des Übels, der Schönheit der Hässlichkeit auftauchen zu lassen.


Professor ANDRE CHOURAQUI

Jerusalem Oktober 1998

taitinger all

Zeit und Leben

 

„ Es gibt nur eine einzige Schönheit und zwar die sich offenbarende Wahrheit“, so vertraute sich Auguste Rodin an (N.d.Ü: frz. Bildhauer des 19. Jh.).

Seitdem Künstler versuchen, mit Werkstoffen Gemütsbewegungen wiederzugeben oder Empfindungen auszudrücken, hat der zauberhafte Wettlauf begonnen auf der Suche nach einer oft unfassbaren Wirklichkeit. Der Bildhauer versteht es, hierdurch seine geheimen Beziehungen zu übersetzen, die ihn mit Bronze, Marmor oder Eisen verbinden. Die Zusammenarbeit zwischen Blick und Hand verwirklicht sich in der Bildhauerkunst.

Voltaire (N.d.Ü: frz. Philosoph und Schriftsteller des 18. Jh.) unterstrich die Bedeutung der Gebärde: „ Alle sich mit Händen ausdrückenden Künste gingen ohne allen Zweifel der Metaphysik um Jahrhunderte voraus“. Antoine de Saint-Exupéry (N.d.Ü: frz. Schriftsteller und Flieger des 20. Jh.) vervollständigte diesen Gedanken über seine Behauptung: „ wenn der Bildhauer nur aus Wissenschaft und Geist besteht, so wird es seinen Händen an Genie mangeln“.

All dies wird uns im Werk von Michel LEVY sichtbar, wenn er Träume, Mythen ins Leben ruft oder durch Volumen eine Bewegung vollendet. Die Grundlagen seiner Kunst beruhen auf der Umsetzung und der Genauigkeit welche Inspiration und Phantasie bei ihm hervorrufen. Ganz natürlich gibt er einen zarten und persönlichen Stil wieder. Er lässt sich nicht von den Empfindungsströmen seiner Epoche beeinflussen. Er folgt der Tradition, die sich bis in die Antike zurückverfolgen lässt, Modeeffekten nicht zu erliegen.

Jede Generation drückt somit der Bildhauerkunst seinen Stempel auf. Die Akte von Michel LEVY verbleiben züchtig und ruhig. Sie lehren uns, dass der Körper die Heimstatt der Seele bleibt, untrennbar, wie Degas sagte (N.d.Ü: frz. Komponist und Musiker des 19. Jh.) dessen Statuen nur suchen, natürliche Haltungen wiederzugeben.

Die Werke von Michel LEVY deuten immer den fremdartigen Zauber eines Geheimnisses an. Über die Kraft und Pracht der Formen hinaus führen sie uns weiter, eine verbleibende innere Vision zu suchen.

Pierre-Christian TAITTINGER

Alt-Minister

Bürgermeister des 16. Bezirkes von Paris