Reise N°5

Harz  3 metres Warum Skulpturen auf Hühnern? Da ich wie viele Menschen entsetzt bin über die Behandlung, die man heute dem Tier zukommen lässt (Aufzucht und Schlachtung in Legebatterien), habe ich das Huhn sieben Jahre lang zum Thema meiner Arbeit im Bereich der Bildhauerei und der Malerei gemacht.
Ich habe das Huhn gewählt, weil es das banalste Tier ist und jenes, das die primäre Quelle von Proteinen für die menschliche Ernährung darstellt. Im Rahmen meines Forschens war für mich nicht die Schönheit des Tiers von Interesse, sondern seine Identität. Die erste Feststellung, zu der ich gelangt bin, ist jene, dass das Huhn heute nicht mehr als ein lebendiges Wesen angesehen wird, sondern als eine Proteinfabrik für die menschliche Ernährung.
Das äußerst schwierige Anliegen dieser Skulpturen besteht darin dem Huhn, einem gerupften Huhn, wie man es zum Verzehr bereit vorfindet, seine Würde zurückzugeben, die seinem Wesen als Tier innewohnt.
Es ist szenisch dargestellt mit Zwergen, denn in dieser Beziehung wird der Mensch stark reduziert, der in seinen Widersprüchen verfangen ist. Ich stelle sehr häufig Menschen in Gestalt von Zwergen dar, da ich denke, dass sie in charismatischer Hinsicht vieles eingebüßt haben. So sehr auch die technologische Revolution, die wir um uns herum wahrnehmen, außergewöhnlich ist, so sehr begegnen wir auf zutiefst menschlichem Gebiet zunehmend barbarischen Erscheinungen. Aus diesem Grund, um auf die charismatische Rückbildung des Menschen zu sprechen zu kommen, mache ich Menschen klein, zu Zwergen also.
Die Skulpturen, die ich darstelle, sind mit unzähligen Dingen behaftet, die die äußerst vielfältigen Beziehungen spiegeln, in die Mensch und Tier geraten sind. Als Beispiel wären Bücher zu nennen (Tiergeschichten, wissenschaftliche Forschungen). Oder als weiteres Beispiel Stränge (als Ausdruck der Domestizierung des Tiers und seines Gebrauchs in menschlichen Arbeitsfeldern). Als anderes Beispiel Schlüssel (als Ausdruck des in-einen-Käfig-Setzens) und viele andere Dinge.
Wir sind heute die herrschende Gattung auf dieser Erde, was uns nicht nur Rechte verleihen sollte, sondern uns auch Pflichten auferlegen sollte. Wenn wir heute mit unseren Rechten Missbrauch treiben, so nehmen wir nicht die Pflichten an, die wir gegenüber den Tieren haben, wofür als Beleg einzig die Vielzahl der Tierarten stehen kann, die tagtäglich verschwinden. Wir neigen dazu zu vergessen, dass wir einer gemeinsamen Kette angehören.Die kürzlich erfolgte Entschlüsselung des menschlichen Erbguts und des tierischen Erbguts zeigt die sehr große Nähe, in der wir uns zu ihnen befinden. Die prozentual geringen Unterschiede sollten uns mehr Respekt und mehr Behutsamkeit einflößen.

 

Trip number 5

Résine hauteur 300 cm Why sculptures on chickens? Revolted as many people on the reserved treatment for the animal (breeding and slaughter in battery today),  I worked during seven years on the theme of the chicken in sculpture and in painting.I chose the chicken because it is the most commonplace animal and the one who constitutes the first source of proteins for the human food. In this search, that is not the beauty of the animal that interests me but its identity. The first report I made is that the chicken today is not anymore considered as a human being but as a factory with proteins for the human food.The wager of these sculptures is to give the chicken, the bald chicken as we find it ready to eat, its inherent dignity to its state of animal. It is staged with dwarfs, because in this relation, the man is very minimized, lost in his contradictions. I represent mostly men in the form of dwarfs because I think that they have lost a lot on the charismatic plan.  As much the technological evolution that we see around us is extraordinary, we attend on the human plan in more and more phenomena of inhumanity as well. It is for it, to speak about the charismatic involution of the human being, that I make small men, thus dwarfs.The shown sculptures are loaded with thousand things that are a reflection of the fantastically wealthy relation there is between the man and the animal. For example, books (stories of animals, scientific researches). For example ropes (taming of the animal and its use in the human works). For example keys put in cage and many other things.

We are the dominant species on this earth today, what should not only give us rights but also duties. If we abuse our rights today, the duties that we have to animals are not assumed, I want for proof only the multitude of animal species that disappear every day. We have a tendency to forget that we belong to the same living chain. The recent deciphering of the human genome and the animal genomes show the very strong nearness that we share with them. Some few percentages of difference should incite us to more respect and more caution.